In vielen Futtersorten für Pferde ist heute schon ausreichend Natrium enthalten, daher finden sich gerade bei Grosspferden noch relativ selten Salzlecksteine in der Box. Selbst wenn sie aufgehangen werden, bedienen sich die meisten Pferde eher selten - der Salzhaushalt ist ausgelichen.
Da ein Pony in Offenstallhaltung den Sommer über meist nur von Gras lebt und selbst in den Wintermonaten oftmals nur Heu als Rauhfutter gerüttert wird, ist es sinnvoll, einen Salzleckstein aufzuhängen, da in den meisten Wiesen nicht genug Salze vorhanden sind.
So manches Pony weiss anfänglich mit einem Salzleckstein nicht allzuviel anzufangen. Verspielte und neugierige Ponies kommen mit der Zeit von selber auf die Idee, an dem seltsamen Ding rum zu schlecken. Falls ein Pony dem Leckstein keinerlei Beachtung schenkt, kann man ihn nässen und zusätzlich mit der feuchten Hand über den Salzleckstein streichen. Nun darf das Pony die Hand abschlecken.
Hat das Pony nun immer noch kein Interesse am Salzleckstein, ist kein Bedürfnis nach Salz vorhanden.
Fohlen sollten keinen Salzleckstein bekommen, da sie schnell zu übermäßiger Salzaufnahme neigen. Die Fohlen haben dann Probleme mit der Verdauung, was auch zu Durchfall führt. Durch den Durchfall werden viele wertvolle Mineralien und Nährstoffe ausgeschieden, was eine Mangelerscheinung hervorrufen kann. Daher sind Salzlecksteine für Fohlen kontraproduktiv.
Es besteht immer noch die Unsitte, das Pony zur Salzaufnahme zu zwingen, indem der Leckstein in den Futtertrog gelegt wird. Frisst das Pony nun seine Futterration, muss es automatisch Salz aufnehmen, da Futter am Leckstein kleben bleibt. Auch besteht ein Futtertrog oftmals aus Zink, welcher durch das Salz angelöst und vom Pony beim Fressen aufgenommen wird.
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