 Gerade in den Sommermonaten braucht das Ponyfohlen in der Regel nicht mit Fohlenkraftfutter gefüttert zu werden, da es mit der Muttermilch und dem Gras welches es frisst, genug Fette und Proteine bekommt. Auch sollte das Fohlen ab der Geburt an hochwertiges Heu gewöhnt werden; es wird sehr schnell das Knibbeln beginnen. Wichtig ist allerdings, dass die laktierende Stute hochwertiges Futter aufnimmt, damit ihre Milch nährstoffreich ist.
Innerhalb der ersten Lebenswochen sollte darauf geachtet werden, dass keine grossen Wasserbottiche auf der Wiese stehen (so manches Fohlen ist schon ertrunken) und das Fohlen nicht an einem Salzleckstein lecken kann; der kleine Körper kann diese übermäßige Salzzufuhr nicht verarbeiten.
Ab der dritten Woche können in geringen Mengen Mineralstoffe und Spurenelemente analog des Wachstums zugefüttert werden, da hier schnell ein Mangel entstehen kann.Mangelerscheinungen sieht man beim Fohlen sehr schnell; das Fell wird stumpf, die Haut schuppig und die Augen träge.
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Wenn Mutterstuten nicht genug Milch haben, die Grasqualität zu niedrig ist oder das Fohlen in der Herbstzeit geboren ist, macht es Sinn, Kraftfutter für Fohlen zu geben. Hier wird nochmal unterschieden zwischen einem Starterfutter (dies bekommen die Saugfohlen ab Geburt; hier ist Vorsicht geboten, in den meisten ist viel Zucker enthalten) und einem Fohlenaufzuchtfutter (dies ist für ältere Fohlen). Es ist sinnvoll, einige Zeit vor dem Abesetzen des Fohlens mit Fohlenfutter zu beginnen - so ist das Fohlen nach dem Absetzen nicht noch einer zusätzlichen Futterumstellung ausgesetzt.
Leider ist in vielen Kraftfuttersorten für Fohlen sehr viel Stärke enthalten. Diese greift zum einen die Magenschleimhaut an und zum anderen wird durch die Stärke die Insulinproduktion angeregt, wodurch vermehrt Schilddrüsenhormone ausgeschüttet werden. Diese wiederum können den Wachstumsprozeß des Knorpels empfindlich stören.
Es ist daher wichtig, darauf zu achten, dass in Fohlenfutter weder zuviel Stärke, noch zuviel Zucker (z.B. In Apfeltrester) enthalten ist.
Auch beim Fohlen gilt, das Rauhfutter das A und O ist.
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