Zuchtstutenfutter
Fohlen mit StuteZusatzfutter wird bei der Stute jedoch erst ab dem 7./8. Monat interessant, da ab diesem Zeitpunkt der Embryo rapide wächst. Auch legt die Stute nun Reserven für das bevorstehende Säugen des Fohlens an. Der Energiebedarf der Stute steigt im 11. Trächtigkeitsmonat um das 1.4 fache, der Eiweissgehalt um das 1,7 fache an. In den 6 Monaten, wo das Fohlen bei der Mutter bleibt, produziert die Stute zwischen 2500 und 3000 kg Milch.

Im Anfangsstadium der Trächtigkeit wird die Stute auf Erhaltungsbedarf gefüttert, zu fettes Futter schadet der Stute nur.

Da die tragende bzw. loaktierende Stute einen sehr hohen Kraftfutteranteil am Tag benötigt, ist es wichtig, diesen auf mehrere Portionen am Tag aufzuteilen, da der Magen der Stute im Verhältnis sehr klein ist und es sonst zu Verdauungsproblemen bis hin zur Kolik kommen kann. Kurz vor der Geburt wird das Futter reduziert, um der Stute das Abfohlen zu erleichtern und sie nicht mit unnötigem Ballast im Verdauungsapparat zu stören. Innerhalb der nächsten zwei Wochen nach dem Abfohlen wird die Futterzufuhr wieder auf die benötigte Menge erhöht. Im dritten Monat ist die Menge der zu produzierten Milch am höchsten, danach geht die Milchproduktion langsam zurück.

Egal welches Futter die Stute bekommt, es muss absout hochwertig und frei von Bakterien, Keimen und Pilzen sein, sonst droht im schlimmsten Fall ein Abort. Zusätzlich muss auf Spurenelemente wie Zink, Selen und Kupfer (10 mg je kg Futter-TM) geachtet werden, an Mineralien muss der Phosphor und Calciumbedarf im Auge behalten werden. Es sollte ein Salzleckstein, der auf keinen Fall vom Fohlen benutzt werden darf, für die Stute erreichbar sein. Vitamine A und D bekommt die Stute bei Weidegang ausreichend, bei Stallhaltung muss zugegeben werden. Allerdings ist eine Überversorgung mit Vitaminen gefährlich für das Fohlen; es kann zu Lahmheit, schlechten Knochen und Verkalkungen kommen.