Hufrehe
Huf in gesundem ZustandHufrehe gehört zu den mysteriösesten Krankheiten bei einem Pony, die es gibt. Bis heute ist wissenschaftlich nicht bis ins Detail geklärt, was für Umstände eintreten müssen, um eine Hufrehe auszulösen. So kann es passieren, dass sogar ein Pony, welches vernünftig ernährt wird, einen Reheschub bekommt. Was genau ist Hufrehe?

Ganz vereinfacht werden die Knochen des Hufes von nachwachsendem Horn umgeben, genauso wie beim Menschen der Fingernagel nachwächst. Das Horn ist elastisch, sodass starke Stöße aufgefangen werden. Im Galopp oder beim Springen können mehrere tausend Kilo Gewicht die Hufe belasten, daher ist es sehr wichtig, die Hufe gesund zu halten.

Da Knochen ein hartes und Hufhorn ein weiches Material ist, können beide Komponenten nicht fest miteinander verwachsen sein. Leicht veranschaulichen läßt sich dies mit einem Stück Holz und mit Eisen. Niemand würde auf die Idee kommen, beide Materialien zu einer festen also stoffschlüssigen Einheit zusammen zu fügen. Allerdings kann ein Werkstück aus beiden Komponenten hergestellt werden, wenn die richtigen Verbindungsstücke gebraucht werden, zum Beispiel in Form von Federn oder Kugellagern.

Die Verbindung zwischen Hufhorn und Knochen besteht aus Lamellen, welche als Stoßdämpfer zwischen Knochen und Horn dienen, die zusätzlich noch sehr beweglich sind. Genauso wie ein Werkstück, welches aus Holz und Eisen besteht unbrauchbar wird, wenn die Kugellager oder Federn defekt sind, wird der Bewegungsapparat des Ponies lahm gelegt, wenn die Lamellen des Hufes entzündet sind.

Dies geschieht einfach ausgedrückt durch Giftstoffe, die im Dünndarm nicht verarbeitet werden und so in den Dickdarm gelangen.