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Das Farbbild ist extrem unterschiedlich, es reicht von Braunen über Rappen über Füchse mit all ihren Schattierungen. Mähne und Schweif können dunkler oder heller sein, wie das Deckhaar. Auch Schecken sind unter Islandpferden vertreten.Das Islandpony ist ein sogenannter Spätentwickler, was dazu führt, dass sie erst zwischen vier und fünf Jahren eingeritten werden. Allerdings wird der Isländer im Gegenzug sehr alt - so ist es nichts Ungewöhnliches, ein 25jähriges Pony zu reiten.
Da sie vom Stockmass her zwischen 130 und 145 cm gross werden, kann ein Islandpony sowohl im Ponytyp als auch im Reitpferdetyp stehen. Dies macht den Isländer für Kinder und Erwachsene interessant - auch das Tragen schwerer Lasten ist für die meisten Isländer kein Problem. Der Isländer als Ponytyp ist eher klein und kompakt. Der im Reitpferdetyp stehende Isländer ist schmaler und eleganter, trägt einen ausdrucksstarken Kopf und ist gut bemuskelt. Was das Islandpony (es wird auch als Islandpferd bezeichnet) so besonders macht, ist seine Zuchtgeschichte. Der Isländer stammt - wie der Name schon sagt, aus Island. Als diese Insel besiedelt wurde, war sie sehr unwirtlich und in vielen Teilen nur zu Pferd zu erreichen. Island besteht aus Vulkanen, Flüssen, Fjorden, Bergpässen und Hochebenen. Um diesen Gegebenheiten gerecht zu werden, brauchte man ein eher kleines und trittsicheres Pony. Da Island auch in den Wetterverhältnissen eher rauh ist, musste dieses Pony auch robust und unkompliziert in der Haltung sein.
So wurden kleine mitteleuropäische Pferderassen genauso zur Zucht eingesetzt, wie nordische Ponies, die es im isländischen Raum gab. Auch das ein oder andere Vollblutpferd soll bei der Entstehung des Isländers mitgewirkt haben. Seit 1909 gibt es ein Importverbot für Pferde nach Island, was dazu führt, das der Isländer ein absolut rein gezogenes Pony ist - hierauf wird absolut Wert gelegt.  Der Isländer eignet sich hervorragend für die Offenstallhaltung, da er sehr robust und zäh ist. Er hat ein sehr dichtes und langes Winterfell,sodass es ihm Freude macht, bei Eis und Schnee draussen zu sein. Jedoch freut sich auch der Isländer bei nasskaltem feuchten Wetter über eine Rückzugsmöglichkeit, sodass ein gut belüfteter Offenstall auf jeden Fall vorhanden sein muss. Da Islandponies häufig mit dem Sommerekzem zu tun haben, ist auch hier ein Stall ein idealer Rückzugsort vor den leidigen Mücken, deren Speichel für die Allergiereaktion der Ponies verantwortlich ist. Isländer, welche in Deutschland gezogen sind, sind gegen dieses Ekzem nicht so anfällig, wie importierte Tiere aus Island, bei denen das Sommerekzem häufig beobachtet wird. Der Isländer ist auf jeden Fall ein Gangpony. Zu den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, kommt bei vielen Islandponies noch Tölt und Pass hinzu. Da der Tölt keine Schwebephase hat, sitzt der Reiter angenehm. Der Tölt ist daher sehr rückenschonend.
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