Reithelme werden aus Kunstoff hergestellt; unter anderem besteht die Innenschale aus aufgeschäumten Kunstoff, welcher mit der Aussenschale fest verbunden ist.
Klassisch ist eine Reitkappe mit schwarzem oder blauen Samt überzogen. Diese Kappen sind heutzutage schon ein wenig nostalgisch, da es inzwischen modernere Formen gibt, welche den Fahrradhelmen nachempfunden sind. Diese modernen Reitkappen sind sehr leicht und verfügen über Lüftungsschlitze, sodass man im Sommer nicht schwitzt. Im Winter wird es jedoch schnell kalt unter solch einem Helm; hier empfiehlt es sich, eine dünne Mütze unter zu ziehen.
Ein zusätzlicher Nachteil bei Helmen mit Lüftungsschlitzen ist die geringere Stossfestigkeit bei einem Sturz, Daher haben Reithelme im Spring- oder Militarysport keine Lüftungsschlitze.
Es sollte selbstverständlich sein eine Reitkappe zu kaufen, welche zumindest die erforderliche Mindestnorm EN1384 erfüllt. Jedoch gibt es in diesem Normbereich gravierende Qualitätsunterschiede; hilfreich ist eine gute Beratung im Fachgeschäft und das Lesen von Testberichten.
Der Schutz des Kopfes ist sehr wichtig - schnell kann ein Ast den Kopf streifen oder man prallt mit ihm auf eine Bordsteinkante. Hat man einen gefährlichen Sturz hinter sich, sollte die Kappe gegen einen neuen Reithelm getauscht werden. Bei einem Sturz können kleine Risse im Material entstehen, die mit blossem Auge nicht zu sehen sind. Bei einem erneuten Sturz kann die Reitkappe sehr schnell kaputt sein und daher den Kopf nicht vor Verletzungen schützen.
Reithelme werden heute übrigens nicht mehr mit einem Kinnschutz hergestellt, da es zuviele gebrochene Kiefer nach Stürzen gegeben hat. Besitzt man noch solch ein altes Schätzchen, sollte es rasch gegen eine moderne Reitkappe mit Drei-Punkt oder Vier-Punk-Beriemung getauscht werden.
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