Es gibt Ponies, die sind wahre Frostbeulen und sind ab einer gewissen Minustemparatur nicht mehr aus dem Offenstall zu bewegen. Oftmals wiehern diese Ponies sich die Seele aus dem Leib; schließlich laufen ihre Artgenossen vergnügt über die Koppel, während sie selber frierend im Stall stehen. Hier bieten Thermodecken eine gute Abhilfe.
Die Decken gibt es in unterschiedlichen Fütterunsdicken; so mag ein Pony, welches über Winterfell verfügt, aber leicht friert, mit 150 bis 200 Gramm auskommen. Ein geschorenes Turnierpony fühlt sich unter einer Winterdecke mit einer Fütterung von 300 - 400 Gramm wohl.
Geht das Pony mit einer Winterdecke nach draussen, muss schlechtes Wetter einkalkuliert werden. Daher sollte eine Winterdecke regendicht (aber wasserdampfdurchlässig) und winddicht, aber gleichzeitig atmungsaktiv sein.
Auch die Reißfestigkeit ist sehr wichtig; am besten eignen sich Decken, die aus einem Guß genäht sind und keine zusätzliche Naht auf dem Rücken haben. Eine Rückennaht reißt schnell, wenn Ponies sich gegenseitig beißen. Falls es zwei Raufbolde in der Herde gibt, kann die Decke an problematischen Stellen mit Tabasco eingerieben werden, dies mögen die meisten Pferde nicht.
Wenn Decken oft getragen werden, kann es bei empfindlichen Ponies und Pferden zu Abschürfungen im Brust- und Widerristbereich kommen. Um dem grundsätzlich vorzubeugen, ist es sinnvoll keine Decken mit Fleecefüllung zu benutzen. Diese sind zwar sehr warm (eignet sich gut für Ponies, die mit Aufscheuern kein Problem haben), aber das Fleece verheddert sich gerne mal im Fell, sodass es zu Scheuerstellen kommen kann.
Zusätzlich gibt es einen Brustschutz, der Zwischen Pony und Decke gezogen wird; hier sind Scheuerstellen unmöglich.
Manche Ponies ziehen mit Vorliebe ihre Decke aus; dies ist nicht ungefährlich, da zum einen eine auf dem Boden schleifende Decke Panik verursachen, und zum anderen das Pony sich verheddert und gefährlich stürzen kann. Hier sind Kreuzgurte und Beinschlaufen sinnvoll, allerdings sollten die Beinschlaufen nicht zu eng liegen (Scheuergefahr).
Auch sollten Winterdecken vernünftig sitzen. Zu enge Decken können scheuern zu grosse Decken sind beim Tragen unangenehm und es bilden sich Kältebrücken. Um die richtige Größe zu finden, muss das Pony ausgemessen werden. Man fängt am höchsten Punkt des Widerristes an und geht bis zum Schweifansatz. Nicht jede Winterdecke passt optimal, schließlich gibt es sehr unterschiedliche Pferdetypen. Sinnvoll ist daher eine Decke, die über variable Verschnallmöglichkeiten verfügt.
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