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Die Ohrstöpsel - auch Pomms genannt - sind aus weichem Material und lassen sich daher ohne Probleme zusammendrücken und ins Pferdeohr einbringen. Irrtümlich heisst es, dass das Pony oder Pferd nun so gut wie keine Geräusche mehr hört. Dies ist nicht so, vielmehr werden laute und extrem klingende Geräusche stark abgemildert. Das Pony kann die Stimme des Menschen weiterhin hören.
Jedoch sollte mit Pomms nicht leichtfertig umgegangen werden; sie eignen sich nicht für den Freizeitreiter, der erreichen möchte, dass sein ängstliches und nur ab und an gerittenes Freizeitpferd nun locker an allem Bedrohlichem vorbei geht, sobald es Pomms in den Ohren hat.
Bei solch einem Pony ist ein vernünftiger und schonender Aufbau des Vertrauens zum Menschen die wesentlich bessere Variante. Auch sind Pomms im Turniersport nach LPO nicht zugelassen; es wäre daher fatal, sein Pony mit Pomms zu trainieren und diese dann auf dem Turnier weglassen zu müssen; nun wäre die Gefahr, dass das Pony durch die plötzlichen, ungewöhnlich lauten Geräusche in Panik gerät, hoch.
Pomms dienen eher dazu, sowieso schon gelassenen und routinierten Pferden einen erträglichen Lärmpegel zu ermöglichen. So haben es zum Beispiel Polizeipferde bei Demonstrationen leichter, oder Showpferde bekommen die laute Musik gedämpfter mit. Auch bei Schießübungen wird durch den Knall von jetzt auf gleich ein sehr harter Krach frei gesetzt, welcher für Pferde unangenehm ist. Hier leisten Ohrstöpsel die selben gute Dienste, wie im Trabrennsport, wo die Pferde sich bei einem gedämpften Lärmpegel besser auf das Rennen konzentrieren.
Im Tierarzt- und Hufschmiedbereich findet sich ein weiterer interessanter Einsatzbereich von Pomms. Gerade kranke Pferde und Ponies sind manchmal aussergewöhnlich sensibel und reagieren auf jedes ungewohnte Geräusch unleidlich. In Einzelfällen kann sich dieses Verhalten zu einer Phobie ausweiten, die in gesundem Zustand erhalten bleibt und schwer wieder abzutrainieren ist.
Um Pferden diesen Stress zu ersparen, können Pomms eingesetzt werden. Sie lindern die Geräusche in einer Pferdeklinik genauso, wie das Schlagen auf einem Amboß, wenn ein Hufeisen gerichtet werden muss.
Bei Pferden und Ponies mit Angstphobien können Pomms beim therapieren unterstützend eingesetzt werden.
Auf keinen Fall sollten Ponies und Pferde mit Pomms sich selbst überlassen werden. Schnell können die Ohrstöpsel durch heftiges Kopfschlagen auf der Weide oder im Stall verloren und von anderen Tieren (im Zweifelsfall auch vom eigenen Pony...) gefressen werden.
Pomms sind in jedem gut sortierten Reitsportfachgeschäft zu beziehen.
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