Serreta
Ausbildung SerretaDa das Nasenteil der Serreta aus einem gebogenen Stück Metall besteht, ist sie sehr scharf. In Spanien liegt das Metallstück oftmals blank auf dem den Nasenrücken auf, die heutzutage gebräuchlichen Serretas sind zur Schonung mit Leder umwickelt. Hier sei aber ganz klar gesagt, dass die Serreta dadurch nicht wesentlich feiner in der Wirkung wird.

Da die Serreta so scharf ist, mag es verlockend sein, gerade schwierige und ungestüme Pferde und Ponys damit bändigen zu wollen. Jedoch wehren sich schwierige Pferde gegen diese ungewohnte harte Einwirkung, was an den zurückbleibenden Narben auf dem Nasenrücken zu erkennen ist. Auch verliert ein Pony, welches derartige Schmerzen erfährt, das Vertrauen zum Menschen und ist nun noch weniger bereit, mit diesem zusammen zu arbeiten.

Daher gehört die Serreta in erfahrene Hände. Die Serreta dient eher dazu, das Pferd auf feinste Hilfen reagieren zu lassen. Schwerste Lektionen lassen sich durch diese sehr feine Art der Komunikation dem Pferd vermitteln - wenn es an diese leise Kommunikation von seinem dazu fähigen Menschen sorgsam herangeführt wurde. So eignet die Serreta sich hervorragend zur barocken Arbeit, zum Einüben von Zirkuslektionen oder zum Arbeiten an der Doppellonge.

An der Serreta sind auf dem Nasenteil drei Ringe befestigt. Der mittlere Ring dient ausschließlich für den Führstrick oder die Longe, in die beiden seitlichen Ringe dienen für Hilfszügel oder Reitzügel. Zusätzlich kann in die Serreta ein Gebissstück eingeschnallt werden.

Eine Serreta muss gut sitzen, damit sie nicht scheuert. Ein gut sotierter Reitsportfachhandel bietet das individuelle Anpassen an, was empfehlenswert ist, da die meisten Serretas  für feingliedrige Pferde vorgesehen sind und gerade für Pferde mit breiteren Köpfen dementsprechend gebogen werden müssen.