Hannoversches Reithalfter
Hannoveranisches GebissReithalfter dienen immer dazu, den einfachen Trensenzaum zu erweitern, um das Einwirken auf das Pony zu erleichtern. So ist das Hannoversche Reithalfter zu Zeiten der Kavellerie erfunden worden. Durch die Kinnriemen sollte das Pferdemaul vor den ruppigen Zügelhilfen der Reiter geschützt werden.

Heutzutage sollte jedes Reithalfter mit Bedacht gewählt werden; ein sanft gerittenes Pony kann ohne zusätzliches Reithalfter bewegt werden. Allerdings erfordert dies eine ruhige Hand und fortschrittliches Können, daher dienen Reithalfter gerade Einsteigern als grosse Hilfe.

Das Reithalfter dient dazu, dass das Pony sich durch Maulaufreißen nicht den Zügelhilfen entziehen kann. Es sollte 4 Fingerbreit über den Nüstern liegen und zwischen Leder und Pferdemaul müssen zwei Finger hochkant Platz haben.

Das Hannoversche Reithalfter ist für Ponys mit kurzer Maulspalte nicht geeignet, da durch das Hochziehen des Gebisses sehr schnell Hautfalten zwischen Trense und Leder eingeklemmt werden können.

Manchmal versucht man dieses Problem zu umgehen, indem das Hannoversche Reithalfter sehr knapp über den Nüstern verschnallt wird. Diese Verschnallung ist für das Pony überaus unangenehm, da die Luftzufuhr buchstäblich abgeschnürt wird. Zwischen Nüstern und Jochbein befindet sich nur dehnbares Gewebe, da das Pony die Möglichkeit haben muss, bei erhöhtem Sauerstoffbedarf die Nüstern aufzublähen. Wird das Atmen durch einen Lederriemen behindert, gerät das Pony schnell in Panik und versucht dies durch massieves Kopfschütteln zu umgehen.