Schon das Gewicht der Wassertrense kann sehr unterschiedlich sein, So gibt es Wassertrensen, die innen hohl sind und solche, die massiv sind.
Hohle Wassertrensen sind wesentlich leichter, liegen daher unruhig im Pferdemaul und können durchgebissen werden. Vorteil ist jedoch ihre schnelle Erwärmbarkeit mit der Hand. Diesen Vorteil kann man sich zu nutze machen, wenn die Ponies in einem Offenstall stehen, wo die Materialien im Winter stark abkühlen.
Bei massiven Gebissen ist wichtig, dass sie nicht zu schwer sind und dem Pony unangenehm auf die Lade drücken.
Auch gibt es unterschiedliche Materialien, aus welchem die Wassertrense sein kann. Gummi kann für Ponies benutzt werden, die neu eingeritten werden, um sich an das fremde Gefühl im Maul zu gewöhnen. Allerdings sollte Gummi nicht auf Dauer benutzt werden, da schnell das Pferdemaul wundgescheuert werden kann, wenn das Gummi nicht feucht genug ist. Auch werden Ponies, die auf Gummigebiss geritten werden, mit der Zeit maulfaul und reagieren auf feine Hilfen nicht.
Edelstahlgebisse sind gerade für Offenstallponies sehr beliebt, da das Material nicht rostet und sehr unkompliziert in der Pflege ist.
Wassergebisse arbeiten mit punktuellem Druck auf den Gaumen, die Kinnlade und die Zunge. Verschärfen kann man den Druck mit dünnen Gebissen, abschwächen mit einem dicken Gebiss. Wobei man hier auch darauf achten muss, dass das Gebiss für ein Ponymaul nicht zu dick ist; sonst ist es dem Pony unangenehm. Die Mindestdicke für ein Pony beträgt 10 mm.
Ungebrochene Wassertrensen sind selten geworden, da man eine sehr feine Hand haben muss, damit das Pony die Hilfen versteht. Ein Pony, welches beidhändig geritten wird, hat oft Probleme, die Hilfen zu verstehen, da beim Zugelzug sowohl auf die Unterseite, wie auch auf dem gegenüberliegenden Oberkiefer Druck ausgeübt wird.
Am bekanntesten ist die einfach gebrochene Wassertrense. Diese Trense erlaubt das Saufen von Wasser - daher war sie zu Kriegszeiten sehr gefragt - und besteht aus zwei gleichgrossen Gebissstangen. Sie sind durch ein bewegliches Gelenk miteinander verbunden.
Was kaum zur Sprache kommt ist die Tatsache, dass dieses Gebiss recht scharf ist und daher nur bedingt in Anfängerhände gehört. Wenn beidseitig starker Zügelzug ausgeübt wird - was gerade bei Anfängern häufig vorkommt - entsteht ein Nussknackereffekt, welcher für das Pony sehr schmerzhaft ist. Auch der Gaumen wird in Mitleidenschaft gezogen.
Wesentlich milder ist eine doppelt gebrochene Trense, wo beide Gebissstangen durch ein kleines Mittelteil miteinander verbunden sind. Der Nussknackereffekt wird stark abgemildert und Der Gaumen bleibt schmerzfrei.
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